Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Allgemeines

Sofern einzelne Vereinbarungen auf dem Angebot nicht anders bestimmt oder auf sonstige Weise nicht anders vereinbart sind, gelten nachfolgende AGB als Vertragsbestandteil zwischen der Sons of Motion Pictures GmbH (Nachfolgend ‚ÄěProduzentin‚Äú) und dem Vertragspartner (nachfolgend ‚ÄěAuftraggeber:in‚Äú) zur Herstellung eines Filmwerks (nachfolgend ‚ÄěProduktion‚Äú).

2. Umfang der Produktion

2.1 Die Produzentin verpflichtet sich, die Produktion gemäß Konzept, Drehbuch und/oder Storyboard im vereinbarten Produktionszeitraum herzustellen.

2.2 Verlangt die Auftraggeber:in nach Abschluss der Konzeption, sp√§testens aber nach Abnahme des Storyboards (sofern hergestellt), grundlegende √Ąnderungen des vereinbarten Konzepts, Drehbuchs und/oder Storyboards und/oder anderer wichtiger Parameter der Produktion, so ist die Produzentin entweder zur Nachkalkulation berechtigt, oder sie bleibt weiterhin verpflichtet, die Produktion wie urspr√ľnglich bestellt, herzustellen.

2.3 Die Auftraggeber:in hat das Recht, jederzeit Informationen und Einsicht in Arbeitsergebnisse w√§hrend des Produktionszeitraums zu verlangen. Die Auftraggeber:in hat aber gleichsam die¬† Pflicht, s√§mtliche produktionsrelevanten Informationen zu √ľbermitteln, Drehorte zug√§nglich zu machen, Personen zu organisieren und/oder Entscheidungen zu treffen, die in dessen Wirkungs- und Rechtskreis liegen.

2.4 Die Produzentin hat das Recht, den Produktionszeitraum ohne Verzugseintritt angemessen zu verlängern, wenn unverschuldete Umstände die Weiterarbeit an der Produktion unmöglich   machen. Unverschuldete Umstände sind unter anderem, aber nicht abschließend: Schlechtes Wetter, Krankheit bei produktionsrelevanten Personen (v.a. Regie, Kamera und Schauspiel), Nutzungshindernisse bzgl. des Drehorts, mangelhafte Leistungen Dritter, sowie fehlende Informationen und/oder Entscheidungen der Auftraggeber:in.

2.5 Die Auftraggeber:in wird bei s√§mtlichen Produktionshindernissen unverz√ľglich informiert.

3. Korrekturw√ľnsche

3.1 Nach Fertigstellung der Produktion, gem√§√ü Konzept, Drehbuch und/oder Storyboard, hat die Auftraggeber:in das Recht auf zwei unentgeltliche Korrekturphasen, in denen die Umsetzung von mehreren Korrekturw√ľnschen verlangt werden k√∂nnen. Weitere Korrekturphasen berechtigen die Produzentin zur Nachkalkulation.

3.2 Korrekturw√ľnsche im Sinne dieses Vertrags sind √Ąnderungsvorschl√§ge der Auftraggeber:in, welche die Produktion im Detail betreffen. Dazu z√§hlen unter anderem die Dynamik des Schnitts und/oder der Animation, die Auswahl und Reihenfolge von Bildern und/oder Grafiken, die Einbindung von visuellen Effekten, Texturen, Sounds und Musikst√ľcken, sowie die Entw√ľrfe von Titeln und Texten. Das Retuschieren von Bildfehlern oder sonstigen optischen Makeln, ist als Korrekturwunsch nur zul√§ssig, wenn diese die Produzent:in zu verantworten hat.

3.3 Korrekturw√ľnsche, die eine grundlegende Ver√§nderung des Konzepts, Drehbuchs und/oder Storyboards zur Folge haben, k√∂nnen nicht als Teil der unentgeltlichen Korrekturphase verlangt¬† werden.

3.4 Mit Abnahme der Produktion durch die Auftraggeber:in, erlischt das Recht auf unentgeltliche Korrekturphasen und Korrekturw√ľnsche.

4. Schlechtleistung, Haftung & Leistungsausfall

4.1 Die Produzentin ist bei Nichtzahlung oder Zahlungsverzug Seitens der Auftraggeber:in berechtigt, die Produktion verzugsfrei zu unterbrechen und/oder bereits gewährte Nutzungsrechte zu entziehen.

4.2 Schadensersatzanspr√ľche greifen beidseitig nur bei grober Fahrl√§ssigkeit und Vorsatz. Ausgenommen hiervon sind Schadensersatzanspr√ľche bei Verletzung von Leben, K√∂rper und Gesundheit.

4.3 F√ľr s√§mtliche urheberrechtlich gesch√ľtzten Werke, welche die Auftraggeber:in f√ľr die Produktion verlangt und/oder zur Verf√ľgung stellt, haftet diese ausschlie√ülich.

4.4 Die Verpflichtung der Produzentin, das Rohmaterial der Produktion f√ľr weitere Nutzungen zu sichern, ist auf drei Monate nach Abnahme beschr√§nkt.

5. Nutzungsrecht

5.1 Die Auftraggeber:in erwirbt nach vollst√§ndiger Verg√ľtung stets das einfache Nutzungsrecht an der hergestellten Produktion zum Zeitpunkt der Abnahme. S√§mtliche Nutzungsarten, die durch
das einfache Nutzungsrecht nicht erfasst sind, m√ľssen durch ein erweitertes Nutzungsrecht lizenziert werden. Das erweiterte Nutzungsrecht ist im Angebot n√§her ausgef√ľhrt oder muss schriftlich separat vereinbart werden.

5.2 Das einfache Nutzungsrecht im Sinne dieses Vertrages umfasst:

a) das zeitlich unbeschr√§nkte Upload-Recht der Produktion f√ľr s√§mtliche soziale Medien und Online-Plattformen (bspw. YouTube, Instagram, Homepage), mit dem Recht auf eine unbeschr√§nkt organische Verbreitung (bspw. durch Hochladen, Teilen, Empfehlen, Einladen) im deutschsprachigen Raum (DACH).
b) die zeitlich und √∂rtlich unbeschr√§nkte Nutzung der Produktion f√ľr Messen, Vertriebsgespr√§che bei Kunden der Auftraggeber:in, Vortr√§ge, interne Zwecke und √§hnliche Anwendungsformen.

5.3 Erweiterte Nutzungsrechte sind in der Regel (aber nicht abschlie√üend) notwendig f√ľr:

a) die bezahlte Verbreitung der Produktion in sozialen Medien (Paid Media), auf Online- wie auch Offline-Plattformen (POS, DOOH), sowie die TV- und Kino-Ausstrahlung.
b) die √∂ffentlich internationale Verbreitung und Vorf√ľhrung au√üerhalb des deutschsprachigen Raums (DACH), online und offline.
c) die √úbertragung oder anderweitige Nutzung des Rohmaterials oder der Projektdaten (bspw. f√ľr Print und Web-Banner), sowie das √Ąnderungsrecht an diesen oder der hergestellten Produktion.
d) die dem einfachen Nutzungsrecht entgegenstehenden Lizenzbestimmungen gesch√ľtzter Werke Dritter.

6. Schlussbestimmung

Sind oder werden einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam, so bleibt die G√ľltigkeit des Vertrages im √úbrigen unber√ľhrt. Ung√ľltige Bestimmungen sind einvernehmlich durch solche zu ersetzen, die unter Ber√ľcksichtigung der Interessenlage beider Parteien den gew√ľnschten wirtschaftlichen Zweck zu erreichen geeignet sind.